NEPOS: Messverfahren unter Mond-analogen Bedingungen
Verfügt der Mond über Wassereis und höhlenähnliche Strukturen, die als wertvolle Ressourcen für zukünftige Mondmissionen genutzt werden könnten? Mit diesen Fragen beschäftigt sich ein Forschungsteam der LMU München und des DLR Instituts für Kommunikation und Navigation im Projekt NEPOS (Near-Surface Seismic Exploration of Planetary Bodies with Adaptive Networks). Ziel des Projekts ist es, künftig Lavahöhlen und Wassereis unter der Mondoberfläche aufzuspüren.
Die ersten seismischen Tests führte das Projektteam in LUNA durch. Hier testete das Team seismische Messverfahren und adaptive Sensornetzwerke, um künftig z.B. Lavahöhlen und Wassereis auf dem Mond aufzuspüren. Die Test wurden daraufhin in den Lavahöhlen von Lanzarote weitergeführt.
Je nach Gesteinsart breiten sich seismische Wellen mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten aus. Seismische Messverfahren analysieren diese Unterschiede, um den Untergrund abzubilden. Auf diese Weise lassen sich beispielsweise Hohlräume oder Materialien mit charakteristischen physikalischen oder chemischen Eigenschaften unter der Erdoberfläche identifizieren. Bei passiven Messverfahren werden die seismischen Daten mithilfe von Sensoren erfasst, die natürliche, bereits vorhandene Schwingungen des Untergrunds aufzeichnen.
NEPOS wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützt und läuft bis 2027.